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Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahre 1352. Libošovice war ein Teil der Herrschaft Kost. Im 15. Jahrhundert wurde es für einige Jahrzehnte zum Wladikensitz, im Jahre 1438 wurde hier Mikuláš eingeführt und im Jahre 1454 Jan von Libošovice. Ende des 15. Jahrhunderts gehörte jedoch Libošovice wieder zur Burg Kost. Die Gemeinde hatte eine eigene, dem Hl. Prokop geweihte Kirche, die ursprünglich zur Burg Kost gehörte, jedoch bereits im Jahre 1384 als Pfarrkirche angeführt wurde. Die spätgotische Kirche wurde im Jahre 1610 wiedererbaut. Im Jahre 1874 kam es zu mehreren Umbauten, wobei das Gebäude verlängert und der Kirchenturm angebaut wurde. Von den weiteren historischen Sehenswürdigkeiten blieb in der Gemeinde eine Statue des Hl. Prokop (socha sv. Prokopa) aus dem 19. Jahrhundert erhalten, und auf dem Dorfplatz befindet sich das Johannes-Hus-Denkmal (pomník Jana Husa) von J. Bílek aus dem Jahre 1928. Die benachbarten Siedlungen, welche zu Libošovice gehören, sind reich an sehenswerten Kulturdenkmälern. Das bedeutendste von ihnen ist die Burg Kost, weiter blieb in den Siedlungen Nepřívěc und Vesec die originelle Dorfgestaltung erhalten, für die die regional typische Volksarchitektur charakteristisch ist. In Nepřívěc befindet sich auch die Kirche der Kreuzfindung (kostel Nalezení svatého kříže) aus dem 14. Jahrhundert und ein Steinglockenturm aus dem Jahre 1583; auf dem hiesigen Dorfplatz wächst eine Gruppe von Lindenbäumen. In der Siedlung Dobšice steht eine Statue der Jungfrau Maria (socha Panny Marie) aus dem Jahre 1857. An den Zweiten Weltkrieg erinnert ein Denkmal eines russischen Leutnants. In Rytířova Lhota und Malá Lhota befinden sich mehrere hochgewachsene Linden und ein kleiner Glockenturm.

Im 7. - 10. Jahrhundert erstreckte sich im Lobeč-Tal eine slawische Burgstätte, wobei die Feste sich westlich vom heutigen Schloss befand. Auf dem Talboden, wo sich Lobeč ausbreitet, lagen ursprünglich drei Teiche. Jeden betreute jeweils einer der Fischer: Tchan, Domagost und Vavrata. Der gesamte Besitz gehörte jedoch dem Vyšehrader Kapitel (Vyšehradská kapitula). Im Jahre 1294 wechselte das Vyšehrader Kapitel die Gemeinde Lobeč mit dem König Wenzel II. (král Václav II.) gegen drei andere Dörfer. In der Gemeinde wurde das Schloss erbaut, das später barock umgestaltet wurde, allerdings fing das Schlossgebäude nach dem Jahr 1948 an zweckmäßig benutzt zu werden.

In der Gemeinde finden wir auch die Kirche der Kreuzerhöhung (kostel Povýšení sv. Kříže) aus dem Jahre 1352 und das Grab des Schriftstellers E. Štorch, der hier seine Inspiration für sein späteres Werk fand.

Darüber hinaus ist Lobeč für den Komplex der gezimmerten Bauten sehenswert, die in den Abhängen über dem Tal verteilt sind. Falls diese Bauten verputzt waren, wurden sie „im Pelz“ genannt.

 
Lobec

Lobeč, 277 36

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