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Kirche des Hl. Wenzels Veliš

Der Ursprung des Namens der Gemeinde Veliš stammt vom Sitz der Velechov. Das Dorf wird seit alter Zeit durch eine Kirche dominiert, die dem Schutzpatron der böhmischen Länder, dem Heiligen Wenzel geweiht wurde. Der Hl. Wenzel war im 10. Jahrhundert der Herrscher des tschechischen Fürstentums, der das Christentum festigen und Frieden aufrecht erhalten wollte.

Um die Wende zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert begann Graf Franz Josef Schlik die Natur seines Herrenguts in eine Komposition von miteinander verbundenen landschaftlichen Elementen zu verwandeln - heute ist die Landschaft als Mariengarten bekannt. Nach seinem Ableben setzte seine zweite Frau Gräfin Anna Josefa Schlik, geborene Krakow aus Kolowrat, die sehr fromm war und die Kunst liebte, seine Pläne fort. In Veliš, in der Nähe der Stadt, wo schon im 14. Jahrhundert eine ursprüngliche gotische Kirche stand, ließ sie in den Jahren 1747–1752 nach den Plänen von Anselm Martin Lurag eine äußerst wertvolle spätbarocke Kirche, die ein schönes Beispiel für eine illusorische Anordnung darstellt, erbauen.

Auf den ersten Blick fesselt die Gestaltung des gesamten Bereichs rund um die Kirche. Es ist ebenfalls das Werk von Lugar - er platzierte die Kirche in der Mitte des Friedhofs  in einer zentralen Position. Auf dem Friedhof, der von einer Mauer umgeben ist, waren ursprünglich vier quadratische Leichenhallen mit abgeschrägten Kanten in den Ecken. Ursprünglich waren sie außen sowie innen mit Gemälden dekoriert.  Zwei davon wurden nach einem Brand niedergerissen. Eine der erhaltenen Hallen hat auf dem Pyramidendach eine Engelsstatue, die zum letzten Gericht bläst, die andere eine Statue der Auferstehung Christi. Zur Kirche führt eine flache Treppe, an deren Seiten sechs Heiligenstatuen sind. Um eine perspektivische Illusion zu erreichen, werden diese immer kleiner.

Die Kirche ist einschiffig, mit einem rechteckigen Grundriss und einem halbrunden Altarraum. Auf beiden Seiten des Schiffes sind zwei Sakristeien und oberhalb der westlichen Hauptfront befindet sich ein prismenförmiger Turm unten mit Risalit, sowie oben mit Attika und Flügeln auf beiden Seiten des Turms. Die Kirche hat drei große Eingänge. Oberhalb des Haupteingangs mit einem rechteckigen Portal halten zwei Engel das Bild der Mutter des Gottes aus Stará Boleslav, unter diesem Bild sind zwei Wappen, eines der Schliks und eines der Kolowrat-Krakauers. Oberhalb des Portals befindet sich ein großes gewölbtes Fenster mit durchbrochenem Gesims und einem Wölbstein, an dessen Seiten Pilaster, welche das obere dreieckige Tympanon mit einem kleinem Fenster, auch Ochsenauge genannt, stützen.  Auf den Portalseiten befinden sich Statuen zweier böhmischer Patrone, links der Hl. Vojtěch und rechts der Hl. Prokop. Die Ausgestaltung der Kirche ist original im Barockstil, auf dem Hauptaltar ist Hellichs Bild des Hl. Wenzels, auf den Seitenaltaren sind Bilder der Jungfrau Maria und der Hl. Anna desselben Künstlers aus den 1870er Jahren zu sehen.

Im Altarraum befindet sich ein Bild aus dem Jahr 1756, welches die Gründung der Kirche zeigt. Auf ihm sind auch die Gründerin der Kirche und der Bauherr abgebildet.

mailVelis

Veliš, 507 21

GSM:+420 737 049 058
E-Mail:prokotob@seznam.cz
Web:www.jicin.farnost.cz
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