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Wintereinkehr in der Erzengelkirche St. Michael

Isergebirge

Entdecken Sie die Stimmung eines Aufhaltens in der Erzengelkirche St. Michael, genießen Sie die Töne des Neujahrskonzertes und sehen Sie sich die Morchensterner – Smržovka Weihnachtskrippe an.

Weihnachtsfeiertage sind ein feierlicher Gedenkakt der Geburt des Gotteskindes Jesus. Die Christen in der ganzen Welt feiern jedes Jahr diese Geschichte bei feierlichen Versammlungen in Kirchen und auch in der Stille ihrer Heime. Und jedes Jahr werden in Kirchen, aber auch in manchen Wohnungen Weihnachtskrippen - Bethlehems gebaut, um mit ihrer Schönheit und Einfallsreinheit, jedem Freude zu machen. Manchmal sind es bloß eine Krippe mit der heiligen Familie und Hirten, die dem Kind Geschenke bringen, es sind auch manchmal ganze Aufführungen mir vielen Figuren, die aus verschiedenen Materialen hergestellt sind, sie sind auch in verschiedenen Größen, auch mit lokalen Gewohnheiten und Gebräuchen, Landschaften, Wetter und vor allen mit Landsleuten inspiriert.

In der Erzengel St. Michal Kirche gab es früher auch eine Weihnachtskrippe, aber sie wurde in Folge des großen Feuerbrandes im Jahre 1967 gänzlich vernichtet. Es sind uns auch keine Abbildungen darüber geblieben und wir wissen nicht, wie sie aussah.

Bei der Gelegenheit der Weihnachtskonzerte, wurden in Kirchen auch verschieden Arten der Weihnachtskrippen aus verschieden Materialen, von Papier bis Keramik installiert, die Kinder im Kindergarten und in der Volksschule in Morchenstern jedes Jahr gebaut hatten. Sie waren schön, aber leider nicht genügend standfest. Deswegen schlug die Bürgergemeinschaft Michael, die um die Kirche sorge trägt vor, eine dauerhafte Weihnachtskrippe für die Kirche zu bestellen. Die Mitglieder der Gemeinschaft wandten sich deswegen an die Keramikherstellerin Frau Jiřina Písaříková aus Děčín. Sie hat zuerst einige Figuren hergestellt, die sie da im September 2007 bei der Gelegenheit der St. Michaelfahrt vorgestellt hat. Zu Weihnachten wurde dann in Morchensterner Kirche zum ersten mal die keramische Weihnachtskrippe gestellt. Jede Figur hat ihren Sponsor. Die Sponsoren sind teilweise aus den Reihen Morchensterner, und auch Prager Bürger. Von Anfang an ist da eine besondere Nachfrage, so eine Figur zu haben. Die ersten 18 Figuren wurden sofort umgehend erkauft. Seitdem erzeugt die bildende Künstlerin Písaříkova, gemäß den Wünschen einzelner Kunden weitere Figuren. Zum 30. November 2010 befinden sich hier schon 54 Figuren. Die Gestaltung besteht nicht nur aus traditionellen Figuren. Es befinden sich hier auch die Kirche, die Rodelbahn, das Viadukt und andere berühmte Merkmale der Stadt.

Die Weihnachtskrippe befindet sich leider noch nicht an einer festen Stelle. Der Fußboden der Kirche ist noch nicht vollständig repariert. Deswegen wird die Krippe jedes Jahr nach der Weihnachtszeit aufgehoben und an der Lichtmess am 2. Februar werden alle Figuren wieder eingepackt und im Depot abgelagert.

Die Kirche des hl. Erzengel Michael
Die Kirche wurde am Kirchenberg im Spätbarockstill gebaut. Sie befindet sich in der Höhe von 649 m über den Meeresspiegel und sie dominiert der ganzen Stadt. Im Gablonzer Gebiet wird die Kirche zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeit gezählt und sie ist im Zentralregister der Liste der Kulturgedenkstätte eingeschrieben. Sie ist in einem reinen Baustil gebaut worden, den man im Isergebirge an keiner anderen Stelle finden kann.

Die Kirche wurde nach dem ursprünglichen Entwurf des Architekten Anton K. Schmidt gebaut, und das Konzept ist durch die Sant Johann Kirche in Prag na Skalce, die Architekt Kilian Ignaz Dientzenhofer projektiert hatte, beeinflusst worden. An der Fertigstellung der Pläne arbeitete A.K. Schmidt bis zum Jahre 1766 und danach richtete er noch viele Jahre die Bauarbeiten, nachher übernahm die Beaufsichtigung über die Bauarbeiten ein anderer Architekt, der sie auch im Jahr 1871 zur Beendigung gebracht hat. Der Grundstein wurde m Jahre 1767 gelegt, es war in der Nähe, wo vorher die hölzerne Kirche stand. Im Jahre 1781 wurde die neue Kirche zur Ehre dem heiligen Erzengel Michael eingeweicht.

Im April des Jahres 1967 entstand in der Kirche ein Feuerbrand, dessen Auswirkungen ist es bis zu dieser Zeit noch nicht gelungen gänzlich zu beseitigen. Das Feuer ist damals durch den Turm in die Räume der Kirche eingedrungen und hat alle Dächer vernichtet. Es hat alle Gewölbe beschädigt, von denen dann alle Kristalllüster heruntergestürzt sind. Im Turm ist eine Glocke aus dem 17. Jahrhundert zerschmolzen.

Die Rekonstruktion der Dächer wurde in den Jahren 1969 – 1971 vollgestreckt. Auch der Turm wurde erneut. In dem Turm wurde feierlich, aber ohne Publizität eine Glocke, die aus dem Jahre 1663 stammt, eingehängt. Sie wurde als Geschenk des Leitmeritzer Kirchenamtes hergebracht. Danach war leider eine lange Zeit Pause, es ist nicht gelungen weiteren Beschädigungen der Kirche zu verhindern. Das Regenerationsverfahren ist im Jahre 1991 wieder erneut worden – und wegen riesigen finanziellen Ansprüchen ist es noch nicht beendet und es wird noch eine längere Zeit dauern.
Die Kirche selbst ist sehr schön im Gelände situiert, sie befindet sich an der geraden Linie zwischen dem Jeschken und der Schneekoppe. In die Gedenkbüchse im Turme der Kirche sollten angeblich außer der Stiftungsurkunde auch noch Glasperlen gelegt worden sein, die den Lebensunterhalt Morchensterner Bürger, die Glasindustrie sinnbildlich darstellen sollte.

Die Kirche wird zu Gottesdiensten, und auch zu kulturellen Zwecken benützt. Jeden Donnerstag wird in der ehemaligen Sakristei, die jetzt als Kapelle dient, eine Liturgie der heiligen Messe gelesen. Außerdem ist die Kirche bei Benefizkonzerten und bei anderen kulturellen Begebenheiten für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine individuelle Besichtigung ist nach einer Verabredung mit einem Vertreter der Bürgerstiftung Michael möglich. (www.smrzovka.cz)

Ein Neujahrskonzert wird in der Kirche am 4.Januar 2011 stattfinden. Diesmal wird der gemischte Sängerchor Janáček aus Gablonz auftreten.

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