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Auf die Buková und den Bramberk

Isergebirge

Smržovka - Vyhlídka (1 km) - Záhoří (2,5 km) - Čertova komora - Buková (4,5 km) - Střední Maxov, Straße (6,5 km) - Horní Maxov, Kirche, Stadtverkehr (9 km) - Bramberk (10,5 km) - Böhmova kotlina - Horní Lučany, Stadtverkehr (13 km) - Záhoří (15 km) - Smržovka (16,5 km)

Direkt oberhalb der Stadtmitte Smržovkas erhebt sich eine Anhöhe mit einer markanten Felsenformation, einfach Vyhlídka (Aussicht) genannt. Die Felsen sind hier etwa 30 m hoch, und der Hauptfelsen besteht aus mehreren Blöcken, die durch Schluchten und Durchbrüche voneinander getrennt sind. Der mächtigste Felsenblock ist durch die ihn umspannenden Felsenleisten charakteristisch. Auf einer von ihnen befindet sich eine riesige Felsenschale - der von Sagen umwobene Teufelsbrunnen (Čertova studánka). Auf der Vyhlídka wohnte wohl der verliebte Elf Sklenařík. Da er abgewiesen wurde, schenkte er dem bewunderten Mädchen eine Schale voller Dukaten und errichtete seinem Bräutigam einen Glasofen. Dann hat er nur geweint und geweint bis er den tiefen Felsentopf mit Tränen füllte. Die Vyhlídka ist das erste Ziel unseres Ausflugs. Vom T. G. Masaryk-Platz führt uns die grün-weiße Markierung des Rundgangs um Smržovka. Der Weg überquert die Eisenbahn und steigt zusammen mit der blauen Markierung allmählich an. Am Waldrand kommen wir zur Wanderwe-gegabelung. Wir biegen von der blauen Markierung nach links ab. Der gepflegte Weg mit Bänken führt uns bald zum Fuß der Vyhlídka.

Früher war der Gipfel nicht mit Wald bewach-sen und der Blick auf ihn war noch eindrucksvoller als heute. Damals wurde die Vyhlídka nach dem Grundbesitzer Finkstein benannt. In der goldenen Zeit der Entdek- kungswanderung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte eine solche Domi-nante der Aufmerksamkeit der Romantiker nicht entgehen. Als man in Smržovka im Jahre 1898 die Ortsabteilung des Deutschen Gebirgsvereins gründete, wurde es zum Hauptziel, die Felsaussichten zugänglich zu machen. Die Treppe und zuletzt die steilen Stufen hinauf gelangen wir zum Gipfel. Obwohl der Wald auf mehreren Seiten den Felsen überhöht, bieten sich von hier aus interessante Aussichten. Smržovka, über das sich der Schwarzbrunnkamm erstreckt, liegt wie auf einer Hand ausgebreitet unterhalb vor uns. Auch den Schwarzberg (Černá hora) oder Žalý im Riesengebirge kann man sehen.

Vom Gipfel der Vyhlídka gehen wir etwa 0,5 km zurück und schlagen den blau markierten Wanderweg ein. Er steigt kurz an und führt uns bald zu den Wiesen in Záhoří. Dort wo sich die gelbe Markierung anschließt, überqueren wir die Straße, die uns durch Wiesen und etwas später durch den Wald zum Gipfel von Buková führt. Noch bevor wir den höchsten Punkt erreichen, gewahren wir links, nicht weit vom Weg eine offene Höhle. Es handelt sich um die legendäre Teufelskammer (Čertova komora), wo angeblich im Jahre 1863 eine Felsenplatte auf den Holzhauer Augustin Sedlaks Sohn einstürzte. Die Steinblöcke werden jedoch deshalb Teufelskammer genannt, weil sich hier der sagenumwobene Schmied Andreas Kunze, von den Bergleuten Brech‰míd genannt, mit dem Teufel treffen sollte.

Der Weg meidet den Gipfel von Buková und wer ihn trotzdem besteigen will, muss sich durch die Gehölze linkerseits des Weges keilen. Den heutigen Besucher erwarten jedoch keine weiten Aussichten mehr.

Auf dem bequemen Weg gehen wir dann zur Straße nach Střední Maxov hinab, auf der wir links abbiegen. Dann führt uns schon die grüne Markierung nach Horní Maxov und weiter zum Bramberg. Aber zuerst, nach kaum einem Kilometer allmählichen Steigens, kommen wir zum Hotel Maxov (links). Auf der anderen Seite, nicht weit von der Straße, steht unter den Holzhäusern die sagenhafte Brechschmied-Kapelle. Gerade hier, wo später eine hexagonale Kapelle aus Granitquadern gebaut wurde, sollte sich Brechschmied dem Teufel verschreiben.

Unser Ausflug folgt weiter zur Kirche des Allerheiligsten Herzens Jesu in Horní Maxov. Die Kirche mit ihrem auffälligen Turm wurde im Jahre 1910 gebaut und wird in den letzten Jahren fortlaufend renoviert. Entlang des Zaunes eines Rotwildgeheges folgen wir der Ortsstraße zum Bramberg, auf dessen Gipfel seit 1892 eine touristische Baude und ein zwanzig Jahre später gebauter steinerner Aussichtsturm stehen (s. auch den Ausflug Nr. 6).

Vom Bramberg nach Smržovka folgen wir der blauen Markierung. Der Weg sinkt hinab zur Straße und weiter in ein Wiesental, das Böhmova kotlina genannt wird. Dann geht es an der Gaststätte Jelení chata (Hirschbaude) vorbei, deren Name mit der Hirschenzucht im Rotwildgarten zusammenhängt. Zum Schluss kehren wir über Horní Lučany nach Smržovka zurück. Die blaue Markierung geht an der Vyhlídka vorbei. Wir können den Weg jedoch teilweise abkürzen, wenn wir nach Smržovka der Straße mit geringem Verkehr folgen.

Es handelt sich um einen mühelosen Ausflug mit attraktiven Aussichten auf die Orte, in denen der sagenumwobene Brechschmied lebte.

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