Isergebirge
Während der traditionellen Wallfahrt 1.Mai 2010 wurde in Schumburg-Gistei Kittels Museum feierlich eröffnet. Es entstand im Hause Nr. 11, das sich zwischen dem Kittels Haus „Burg“ und der Hl. Josef Kirche befindet.
Die interaktive Exposition ist nicht nur an das Leben des berühmten Doktor Kittel und an seine Heilmetoden gerichtet, sondern auch an die Historie der völkischen Heilpraktiken und an die Heilkraft der Kräuter. Doktor Kittel heiratete im Jahre 1727 Anna Marie Günther aus Kokonín – Kukan. Der Trauakt fand in morchensterner St. Erzengel Michael Kirche statt.
Zu den interessantesten Ausstellungsgegenständen gehören Kittels Arbeitsstube und die Replik des sogenannten Morchensterner Grimoires, d.h. ein magisches Buch, das in der Wiesemühle in Morchenstern seinerzeit gefunden wurde. Es wird angenommen, dass dieses Grimoire dem Doktor Kittel gehörte. Es handelt sich um ein Manuskript, das nach der Datierung im Jahre 1496 entstehen sollte, aber es wurde bewiesen, dass diese Abschrift aus dem 18. Jahrhundert stammt. Es ist aber möglich und wahrscheinlich, dass das Original wirklich am Ende des 15. Jahrhunderts entstand. Josef Meisner, Oberlehrer aus Morchnstern, besorgte im Jahre 1929 einen kompletten Abdruck des Grimoires, das jetzt im Kittels Museum ausgestellt wird.
Im Unterschied zu verschiedene Ausgaben anderer ähnlichen magischen Büchern, enthält das Morchensterner Grimoire auch Kode, wie man die einzelnen Formeln richtig lesen soll. Es geht um ein wertvollstes Schriftstück, dass im Gablonzer Gebiet je gefunden wurde. Es enthält vieles davon, womit wir uns in Kittels Tradition treffen, also magische Kreise, alles heilende Kräuter, Stichwörter zu Horten, geheime Formeln und auch Anweisungen, wie man in einem Zaubermantel fliegen soll, oder wie die schwarzen Vögel beherrscht werden können. Diesen Tatsachen nach wird vermutet, dass das Morchensterner Greimoire seinerzeit im Besitze Kittels war, der bei jedem Wetter und in allen Jahreszeiten einen schwarzen losen Mantel trug, der nach der Sage dunkelblau war, und war mit einer roten Fütterung ausgestattet, worauf er fähig war, mit Hilfe von Rabenvögeln zu fliegen.
Es ist merkwürdig, dass das Wort Kittel in deutscher Sprache ein langer loser Mantel heißt. Grimoire ist ein Ausdruck für ein magisches Buch, in dem elementare Zauberpraktiken behandelt werden. Diese Schriften enthalten vor allem Erkenntnisse über Astrologie, Anweisungen, wie man Engels und Dämonen hervorrufen kann, wie die überirdischen Kräfte beherrscht werden sollen, wie man bei Geisterbeschwörungen richtig folgen soll, wie es gezaubert wird und auf welche Art die Latwerge vorbereitet werden sollen usw. Die Grimoires entstehen seit der Hälfte des Mittelalters bis zu heutigen Zeiten. Das Wort hat seinen Ursprung im französischem Wort gramaire, mit demselben Wurzel wie das gegenwärtige Wort grammaire, also „Grammatik – was die breite Population als ein Komplex der Grundinstruktionen annimmt“.
Die Schöpfer der Exposition sind Leute, die in Jahren 2004 – 2007 einen abendfüllenden Amateurfilm „Eleazar Kittel“ gedreht hatten, wie z.B. Líba Novotná, Ivan Peschka, Lída Abrahamová und andere. An der Exposition hat sich auch das Katheder der Historie an der Technischen Universität in Liberec beteiligt.
Das Museum ist nur Samstag und Sontag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Mehr Inforationen an http://www.kittel.cz/.
