Isergebirge
Smržovka – Morchenstern
Die Gemeinde Morchenstern befindet sich in Nordböhmen, im Isergebirge, im Bezirk Liberec – Reichenberg, am Fluss der Kamnitz, zwischen den Städten Jablonec n. N. – Gablonz/N. und Tanwald, in der durchschnittlichen Meereshöhe von 585 m.
Der Name Smržovka ist vom Adjektiv smržová abgeleitet, was ein Berg mit Waldbestand bedeutet, in dem viele Morcheln Wachsen. Die vom Herrschaftsbesitzer angeworbenen deutschen Siedler verstanden diesen Namen falsch und verwechselten ihn mit der Bezeichnung für die Hussitenwaffe smržovka oder řemdih, was ein Schlägel mit eisernen Strahlen oder Spitzen am dicken Ende war. Deswegen lautete der Name zuerst auf deutsch Morgenstern, súter Morchenstern. Im Stadtwappen befinden sich bis heute das Bild einer Morchel und ebenso zwei Sterne, die an Morgenstern erinnern.
Die Entstehung Smržovkas ist mit den Anfängen der Besiedlung des Isergebirges in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verbunden. Die ersten Siedler sprachen deutsch, denn sie kamen meistens von der deutschen Seite des Erzgebirges. Es lebten aber hier von Anfang an beide ethnische Gruppen – die tschechische und die deutsche – zusammen und teilten ihr Schicksal miteinander.
Morchenstern ist wegen seiner Glasindustrie berühmt geworden. Es handelt sich vor allem um die Erzeugung von Glasperlen und um die Glasschleiferei. Dank der Glaserzeugung kam es zu einem Aufschwung unserer Stadt. Die Textilindustrie dürfen wir aber auch nicht vergessen. Die Textilfabriken, die Baumwolle verarbeiteten, waren im 19. Jahrhundert die Gröbten im Lande. Morchenstern, ursprünglich ein kleines Dörfchen ist laut einer kaiserlichen Entscheidung im Jahre 1868 zur Marktgemeinde erhoben worden, im Jahre 1905 wurde Morchenstern statutmäbig zur Stadt erhoben und erhielt sein Wappen. Die Historie der Stadt Morchenstern Arden Sie im Morchensterner Museum, das dem Historiker und Genealogist Josef Meissner (1878 – 1970) gewidmet ist.
Das Schlösschen
Das Museum befindet sich in den Mansardenräumen des Morchensterner Schlösschens am T. G. Masaryk Platz. Das Schlösschen hat der Graf Albrecht Maxmilian II. Anton Des Fours als eine nicht zu luxuriöse Sommersiedlung der Herrschaften bauen lassen. Zu dieser Zeit dient das Schlösschen als ein Kulturzentrum der Stadt Morchenstern. Es werden hier verschiedene Veranstaltungen, Unterhaltungen, Ausstellungen, Vernissagen, so wie Zusammentreffen der Rentner organisiert. Es befindet sich auch eine Zeremonienhalle hier. Nach dem Umbau der Bodenräume wurde hier im September 2003 ein Museum der hiesigen Historie eröffnet.
Das Museum der stadt Morchenstern
Die exposition besteht aus verschieden Gegenständen, Photographien und Landkarten.Die Ausstellung will die historisme Entwicklung der Stadt unseren Besuchern zelen, sowie, auch manche wichtige Bauten und merkwürdige Plätze aufmerksam machen. Wir Allen da auch manche berühmte Persönlichkeiten unserer Stadt erinnern. Zu der Ausstellung gehören auch verschiedene Gegenstände täglichen Gebrauchs und Ausnützens, so wie die sportliche Ausrüstung. Auch die lokale Industrie, Kultur und Freizeittätigkeiten Arden nicht vergessen.
Die Tracht
Im Jahre 2004, also mit einem einjährigen Vorsprung erhielt Morchenstern zu seiner hundertsten Beförderung zur Stadtgemeinde, eine Kleidtracht, die eigentlich die erster Tracht in der Geschichte der Stadt ist.
Die Idee, eine morchensterner Tracht zu schaffen, entstand im Kopfe des ehemaligen Bürgermeisters Vladimír Kahánek. Die Stadt Morchenstern hat eine ganze Reihe Beziehungen zu ihren Partnerstädten in Ausland. Der Bürgermeister bemerkte damals, dass nur die Morchensterner sich nicht mit einer Tracht rühmen können und dass sie die einzigen sind, die ihre Stadt in Zivilkleidern repräsentieren.
Er wandte sich damals mit dieser Idee an die Modellzeichnerin Frau Soňa Horáčková. „Wir suchten, aber konnten nichts, was mit hiesigen Leuten verbunden wäre, finden“, sagte Soňa Horáčková. „Als wir endgültig festgestellt hatten, dass es im Archiv gar nichts gab, was wir verwenden könnten, ließ ich mich mit der Stadtfahne und mit dem Wahrzeichen inspirieren. Als Grundfarben wurden blau und weiß und die Morchel als Grundmotiv gelöst.
Alles mussten wir in 14 Tagen schaffen und wir hatten wenig Zeit zu finden, wie man die Morchel an die Tracht einfach und schnell bringen kann. Es blieb und nichts anderes übrig, als sie mit der Hand zu malen. Es hat dann 4 Tage gedauert, etwa 100 Morcheln an die Tracht zu malen. Es ist uns gelungen, die Tracht in 14 Tagen fertigzubringen. Sie wurde am Samstag 14. August 2004 bei der Gelegenheit des Sommerfestes Eurion vorgeführt.
Mehr Informationen über die Historie findet man im Reiseführer Willkommen in Smržovka –Morchenstern, der in der Bibliothek, im Infozentrum und im Stadtmuseum zu bekommen ist.
