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Aussichtsrundgang um Smržovka

Isergebirge

Smržovka - Vyhlídka - zurück nach Smržovka, T. G. Masaryk-Platz - Lidické náměstí - Stadtpark - Parkhotel - Neißeqelle - Nová Ves - Černá studnice - Berany - Nová Mýtina, Rodelbahn - St. Erzengel-Michaelis-Kirche - Sporthalle - Eisenbahnhaltestelle Smržovka střed (Mitte) - Aussicht Kedr - Smržovka. Rot-weiße Ortsmarkierung.

Der Aussichtsrundgang um Smržovka besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Routen. Eine von ihnen führt von der Eisenbahnstation über den T. G. Masaryk-Platz bis zur Vyhlídka und kehrt zurück. Der zweite Teil ist unverhältnismäßig länger und abwechslungsreicher.

Den großen Rundgang beginnen wir auf dem T. G. Masaryk-Platz, von wo aus wir den Weg zum Lidické náměstí, vorbei an der Wettersäule aus dem Jahre 1923 (Luft-druckmesser, Thermometer) einschlagen. Im Jahre 2001 wurde die ganze Fläche renoviert und auf dem erneuerten Brunnen eine Venus-Statue errichtet. Nur ein Stück weiter befindet sich die Kneipe "Pravá Pivrncova putyka".

Vorbei am ehemaligen Kino (heute Kinoklub) gehen wir durch die Havlíček-Straße hinauf und biegen nach einer Weile links zum Stadtpark ab. Knapp am Waldrand steht das erste von drei Erho-lungsgartenhäusern. Den Parkrand entlang folgen wir zur sogenannten Hartwig-Quelle. Es bieten sich hier eindrucksvolle Aussichten auf Smržovka und zum Tannwalder Spitzberg. Die Quelle wurde nach dem damals beliebten Arzt Hartwig Weisskopf benannt, der hier in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkte. Auf dem kleinen Felsen am Weg befand sich früher eine Gedenktafel, heute ist nur noch ein Rundloch zu erkennen. Wir gehen am zweiten Gartenhaus vorbei und kommen zum ehemaligen Denkmal, das im Jahre 1898 anlässlich der 50 Jahre währenden Regierung des Kaisers Franz Josef I. enthüllt wurde. In seiner Umgebung stehen kleinere Steine, gestiftet von den hiesigen, an der Feier beteiligten Vereinen. Nach dem Jahre 1918 mußten alle Denkmäler, die an die Habsburger erinnerten, amtlich entfernt werden, weshalb vom ehemaligen Ruhm nur Torsos zurück blieben.

Dann haben wir aber schon ein Gebäude mit einer Sonnenuhr vor uns, das bekannte Parkhotel. Sein Glanz ist in der Gegenwart ein bisschen verblichen, aber es scheint sich nur um einen Übergangszustand zu handeln. Die Fläche vor dem Hotel, auf der gerade ein Kinderspielplatz entsteht, wird durch die neuen Holzplastiken belebt.

Wir folgen der Kostelní- und der Jablonecká-Straße, an der rechterhand eine geschützte Gemeine Esche wächst. Nach dem Höhepunkt unseres Aufstiegs biegen wir von der Straße rechts in ein tiefes Tal ab und kommen auf dem neuen Dübelsteg zur Neißequelle in Nová Ves. Das Quellgebiet des bekannten Flusses wurde vor einigen Jahren würdig arrangiert. Heute ist dieser Ort ein beliebtes Ausflugsziel.

Von der Neißequelle aus folgen wir noch ein Stück der Straße, kommen aber bald zu einer Ortsstraße. Das Steigen wird von wunderschönen Aussichten auf den Bram-berg, den Buková, weiter höher dann auch auf den Tanvaldský Špičák und die St. Erzengel-Michaelis-Kirche begleitet. Im Hintergrund zeichnen sich die Isergebirgs-kämme ab. Gemeinsam mit der roten Markierung gelangen wir auf den Schwarz-brunn. Wir gehen an den Čertovy kameny vorbei und gelangen hinunter in den Sattel Berany. Hier biegen wir jedoch auf den breiten Weg links nach unten ab. Unterwegs trennt sich die blaue Markierung, die weiter in den märchenhaften Jelení kout führt. Der Rundgang um Smržovka führt jedoch weiter bis zur Straße, die wir an der Stelle erreichen, wo sich eine einzigartige 400 Grad Kurve der Rodelbahn befindet. Hier ist eine Martersäule unserer Aufmerksamkeit wert, mit der Josef Scholze im Jahre 1900 das kommende Jahrhundert ehren wollte. Die ursprüngliche Rodelstrecke führte vom Schwarzbrunn nach Smržovka und wurde schon im Jahre 1912 gebaut. In den Jahren 1972 - 1975 wurde die heutige Bahn aus Beton erbaut. Sie ist 1020 m lang und über-windet einen Höhenunterschied von 82 m. Die Wettkämpfer erreichen hier Geschwin-digkeiten von 80 bis 100 km pro Stunde.

Entlang der Rodelbahn steigen wir zum "Großen Ass" und "Kleinen Ass" hinab, so nennt man zwei ihrer Windungen. Gerade hier überqueren wir die Bahn auf einer Brücke und gehen dann den steinernen Weg bis zur kleinen Asphaltstraße hinab. An ihr kann man das Breuer-Brünnlein mit der Jahreszahl 1898 sehen. Anton Breuer, damaliger Grundbesitzer, leitete im Jahre 1912 dessen Bau.

Weiter unten überqueren wir die Haupt-straße (Šverma-Straße) und steigen durch die Kostelní-Straße zum Friedhof und zur Hl. Erzengel-Michaelis-Kirche hinauf. Auf dem Friedhof wächst einer der geschützten Bäume - die Rote Gemeine Waldbuche. Der Friedhof in Smržovka bezeugt den ästhetischen Sinn unserer Vorfahren; es ist erstaunlich, welch schönen Ort der letzten Ruhestatt sie gewählt haben - von hier aus bietet sich eine der eindrucksvollsten Aussichten auf das Isergebirge und das Riesengebirge. Ein interessantes Bauobjekt ist auch das oktogonale Leichenhaus aus dem Jahre 1759.

Der Rundgang führt weiter um die Kirche und die Pfarrei. Die Hl. Enzengel-Michaelis-Kirche wurde nach den Plänen des Prager Barockmeisters Anton Schmidt gebaut. Der Grundstein wurde am 14. 12. 1767 gelegt und die Kirche im Jahre 1781 beendet. Sie gehörte zu den schönsten und am besten situierten Sakralbauten im Gebiet um Jablonec nad Nisou. Leider holte sie ein widriges Schicksal ein, als sie am 17. April 1967 unter banalen Umständen ausbrannte. Der außergewöhnliche Bau wird schon seit vielen Jahren renoviert. Ein Ende der Arbeiten, besonders später am Interieur, ist leider noch immer unabsehbar.

An der Pension Červená Karkulka biegen wir auf der Ortsstraße rechts ab. Vorbei an den zwei Altersheimen und der Sporthalle, die anstelle der alten Turnhalle gebaut wurde und in deren Nähe eine geschützte Bergulme steht, kommen wir zum alten Schulgebäude aus dem Jahre 1889.

An der Kreuzung vor der Schule steht eine im Jahre 2003 renovierte Martersäule und wächst ein weiterer geschützter Baum - eine Winterlinde. An der Säule gehen wir rechts nach unten, ein kurzes Stück auf der Straße zur sogenannten Weißen Mühle (Bílý mlýn). Wir überqueren die Hauptstraße und kommen bald zur Eisenbahnhaltestelle Smržovka-střed (Mitte).

Die Route unseres Rundgangs führt in die Nähe des Europäischen Bildungszentrums Sněženka und steigt von schönen Aussichten begleitet auf eine Anhöhe, umgangssprachlich Kedr, an. Im Winter finden hier die sogenannten Lyžníci (Skier) statt - untraditionelle Skiwettkämpfe in alten Kleidern und alter Ausrüstung.

Durch die Luční- und die Údolní-Straße gelangen wir zurück zum T. G. Masaryk-Platz. Dort, wo wir die Údolní-Straße erreichen, empfehlen wir noch einen kurzen Abzweig zum nahen Eisenbahnviadukt - dem bedeutenden technischen Denkmal aus dem Jahre 1894. Es handelt sich um einen mühelosen Ausflug mit vielen inte-ressanten regionalen Denkmälern und schönen Aussichten.

An vielen Orten kann man sich für eine kürzere Variante entscheiden oder den Ausflug beenden.

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